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Das Recht auf Bildung
Österreichs Studenten demonstrieren und besetzen die Hörsäle der Unis. Recht haben sie! Denn wenigstens das Recht auf Versammlungsfreiheit (und in weiterer Folge auf Demonstrationen) soll man sich nicht nehmen lassen.
Immerhin gilt es ja auch auf die katastrophalen Zustände an den österreichischen Unis aufmerksam zu machen! Die Qualität an den Unis sinkt, dafür wird über die Wiedereinführung der Studiengebühren verhandelt. Also weniger Qualität für mehr Geld! Wer sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt, wird schnell feststellen, dass Österreich durch die Studiengebühren (die zwischen 2001 und 2008 ja bestanden und nun wieder eingeführt werden sollen) gegen den UN-Sozialpakt verstößt, der es ausdrücklich verbietet, den Zugang zu Hochschulen mit Gebühren zu verbinden. Aber nicht nur die Studiengebühren liefern Zündstoff. Die Regierung will in Zukunft die Zugangsbeschränkungen ausweiten, das heißt, dass allein der Wunsch und der Wille zu studieren keine Garantie für einen Studienplatz sind. Dies beruht unter anderem darauf, dass Österreichs Universitäten vor allem von deutschen Studenten „überflutet“ werden. Ziel einer konstruktiven Bildungspolitik sollte jedoch sein, sich auf bilateraler Ebene mit Deutschland und generell auf EU-Ebene zu einigen, damit jedem die Möglichkeit auf ein Studium gewährleistet wird.
Die eigentliche Absicht hinter den Demonstrationen war, dass überfüllte Hörsäle der Vergangenheit angehören. Das Problem jedoch ist nicht, dass zu viele ausländische Studenten an österreichische Unis drängen, sondern dass für Bildung zu wenig Geld frei gemacht wird. Daher wäre ein Lösungsansatz die Umverteilung der Staatsausgabe zu Gunsten der Bildung. Denn Bildung ist der Weg in die Zukunft! Bevor die Regierung dies nicht einsieht, werden die Proteste in regelmäßigen Abständen wieder aufflammen.
Robert Uitz (7.c)
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