Ich rauche, also bin ich (cool)

Rauchen. Das Inhalieren von Tabakrauch. Es entspannt, man fühlt sich glücklich, und nicht zuletzt ist man auch viel cooler, wenn man raucht.
Aber ich kann das ja eigentlich nicht verstehen. Ich bin zwar leider kein Nieraucher, dafür aber ein überzeugter Nichtraucher. Zu gut kann ich mich noch an meinen ersten Zug erinnern. Damals war es einfach Neugier, ich wollte wissen, wie das ist, ob das tatsächlich so toll ist, wenn man raucht. Also nahm ich einen Zug, die Folgen waren absehbar: Es schmeckte mir überhaupt nicht, ich musste furchtbar husten und hatte als krönenden Abschluss noch einige Minuten einen abscheulichen Geschmack im Mund. Wahnsinnig toll, oder?

Ich habe es versucht, es hat mir definitiv nicht geschmeckt und heute rauche ich natürlich nicht. Die für mich unlösbare Frage liegt jetzt nur darin, was einen Menschen dazu bewegen kann, weitere Zigaretten zu rauchen? Alles, was über „einmal Probieren“ hinausgeht, ist sicher keine Neugier mehr und ich bin mir sicher, dass jeder Raucher bei seiner ersten Zigarette gehustet hat und dass sie ihm auch ganz sicher nicht geschmeckt hat. Doch wenn man dann einige Zigaretten geraucht hat und das auch noch regelmäßig, ist schon alles zu spät. Man gewöhnt sich daran und verfällt langsam, aber sicher, der Nikotinsucht. Ab dann handelt es sich um Sucht, der Körper ist süchtig nach dem Nikotin und man kann sich nur sehr schwer davon befreien.

Ich bin jedoch der Meinung, dass es gar nicht erst soweit kommen muss! Es ist doch absolut dumm, auch nur ein einziges Mal eine weitere Zigarette anzugreifen, wenn einem die erste schon nicht geschmeckt hat, und da bin ich garantiert nicht der Einzige, dem es so gegangen ist. Also habe ich mich, oder besser gesagt einige Raucher in meinem Bekanntenkreis, gefragt, warum sie denn überhaupt zu rauchen angefangen haben und was sie dazu bewegt hat, regelmäßig zu rauchen, obwohl ihnen die schädlichen Folgen durchaus bewusst sind.
Die Antworten, die ich bekam, waren gleichermaßen ehrlich wie erschütternd: Jede Person, die ich befragt habe, gab als Grund an, dass sie vor den Freunden nicht “blöd” dastehen wollte oder sich einfach integrierter fühlt, wenn sie raucht. Bestätigt wird diese Aussage in zahlreichen Studien, die besagen, dass viele Raucher sich von Zigaretten eine bessere Kommunikation mit dem sozialen Umfeld und Entspannung erhoffen. Die angenehme Wirkung spielt da, vor allem am Anfang, eine verschwindend geringe Rolle, die eigentlichen Ursachen für den Griff zur Zigarette sind sozialdynamisch, wie zum Beispiel Gruppenzwang, geringes Selbstbewusstsein, fehlende Anerkennung im sozialen Umfeld…
Später kommen dann noch Faktoren wie Gewohnheit, Sucht und Stress dazu, alles Bedürfnisse, die man als Raucher glaubt, durch eine Zigarette stillen zu können. Viele der Befragten geben auch offen zu, zu wissen, dass sie süchtig sind. Doch sobald man das erkannt hat, ist es wohl schon längst zu spät dafür, gar nicht erst anzufangen. Gängige Aussagen sind da „Ich will eigentlich aufhören, aber ich schaffe es nicht.“ Doch das wundert mich dann auch nicht mehr besonders. Wer so schwach ist, dass er anfängt zu rauchen, ist wohl kaum stark genug, auch wieder aufzuhören. Also appelliere ich an alle, die nicht rauchen: Seid stark und macht nicht den gleichen Fehler wie Millionen von Menschen vor euch.

Schlussendlich kann ich sagen, dass ich alle RaucherInnen bewundere, die es geschafft haben, aufzuhören. Doch am meisten bewundere ich alle, die stark genug waren und gar nicht erst angefangen haben mit dem Rauchen.

Matthias Gruber (7.c)

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Das Recht auf Bildung

Österreichs Studenten demonstrieren und besetzen die Hörsäle der Unis. Recht haben sie! Denn wenigstens das Recht auf Versammlungsfreiheit (und in weiterer Folge auf Demonstrationen) soll man sich nicht nehmen lassen.

Immerhin gilt es ja auch auf die katastrophalen Zustände an den österreichischen Unis aufmerksam zu machen! Die Qualität an den Unis sinkt, dafür wird über die Wiedereinführung der Studiengebühren verhandelt. Also weniger Qualität für mehr Geld! Wer sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt, wird schnell feststellen, dass Österreich durch die Studiengebühren (die zwischen 2001 und 2008 ja bestanden und nun wieder eingeführt werden sollen) gegen den UN-Sozialpakt verstößt, der es ausdrücklich verbietet, den Zugang zu Hochschulen mit Gebühren zu verbinden. Aber nicht nur die Studiengebühren liefern Zündstoff. Die Regierung will in Zukunft die Zugangsbeschränkungen ausweiten, das heißt, dass allein der Wunsch und der Wille zu studieren keine Garantie für einen Studienplatz sind. Dies beruht unter anderem darauf, dass Österreichs Universitäten vor allem von deutschen Studenten „überflutet“ werden. Ziel einer konstruktiven Bildungspolitik sollte jedoch sein, sich auf bilateraler Ebene mit Deutschland und generell auf EU-Ebene zu einigen, damit jedem die Möglichkeit auf ein Studium gewährleistet wird.

Die eigentliche Absicht hinter den Demonstrationen war, dass überfüllte Hörsäle der Vergangenheit angehören. Das Problem jedoch ist nicht, dass zu viele ausländische Studenten an österreichische Unis drängen, sondern dass für Bildung zu wenig Geld frei gemacht wird. Daher wäre ein Lösungsansatz die Umverteilung der Staatsausgabe zu Gunsten der Bildung. Denn Bildung ist der Weg in die Zukunft! Bevor die Regierung dies nicht einsieht, werden die Proteste in regelmäßigen Abständen wieder aufflammen.

Robert Uitz (7.c)

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